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Programm
Mitwirkende
Gedanken
Eur 13,00

Das Programm

Gruß:

1 Zuvor, so lasst uns grüßen T+M+S: Werner Gneist

Sommer:

2-  6 Cinq Pièces en Trios (1930) Jaques Ibert
         -  Allegro vivo
         -  Andantino
         -  Allegro assai
         -  Andante
         -  Allegro quasi marziale
(1890-1962)
7 Geh aus, mein Herz T: Paul Gerhard (1653)
M: August Harder (vor 1813)
S: E. Gerhardt (20. Jh.)

Sommerblüten:

ein Strauß mit Sommermelodien von verschiedenen Meistern, eingeleitet mit Musiksplittern vom Ensemble und unterlegt mit Sommerbildern
8 Herzlich tut mich erfreuen T: unbekannt
M: aus Rhaws Bicinia (1545)
S: Fritz Dietrich

9 Ihr kleinen Vögelein T: angelius Silesius
M + S: Werner Gneist
10 Sommer und Winter T: unbekannt
M: aus Bayern und Franken
S: Walter Hensel
11 Kuckuck ruft im Tannenwald T: finnisches Volkslied
    Gisela Tiedke
M: finnisches Volkslied
S: Fritz Neumeyer

12 Nun kommt daher die Sonnenwend

T: Ernst Schenke
M: Charlotte Schütze
S: Fritz Dietrich

Humor:

13-15 Trio Gordon Jacob
         -  Allegro
         -  Scherzo
         -  Allegro vivace
(1890-1962)
16 "Der tanzende Harlekin"
 
Klavierimprovisation
Johannes Götz
17-19 Drei heitere Chansons
auf Worte von Fred Endrikat

für Frauenchor und Klavier (1981)
Quirin Rische
         -  Der Kaktus
         -  Anatomie
         -  Relativität

Nacht - Traum - Liebe:

20-25 Lyrische Suite Pavel Stanek
         -  Introduktion
         -  Nachtmusik
         -  Quasi Polka
         -  Vor langer Zeit
         -  Finale
(*1927)

26-28 Ständchen "Zögernd leise"
für Alt-Solo, Frauenchor und Klavier
Drei Lieder für Alt und Klavier
Franz Schubert
(1797-1828)
         -  Wohin
         -  Gretchen am Spinnrad
         -  Ungeduld

29 Schwesterlein

M: Wilhelm von Zuccalmaglio
S: johannes Brahms (1833-1897)

30 Ich hab die Nacht geträumet

T: unterlegt 1820
M: Philipp Nicolai (1777)
S: Johannes Brahms

31 Ich hörte ein Sichlein rauschen

T: 16. Jahrhundert
M: aus Franken
S: Johannes Brahms

32 an hellen Tagen

T: Peter Cornelius
M: Giovanni Gastoldi (1556-1622)
Arr: Roman Zybal

33 sommerwind am Abend sacht

T: barbara Bannasch
M: Aus Ungarn
S: Barbara Bannasch

34-38 Lyrische Suite Henri Tomasi
         -  Overture
         -  Minuetto
         -  Bourée
         -  Nocturne
         -  Tambourin
(1901-1971)

Schluss:

34-38 Lyrische Suite Pavel Stanek
         -  Introduktion
         -  Nachtmusik
         -  Quasi Polka
         -  Vor langer Zeit
         -  Finale
(*1927)
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Die Mitwirkenden:

Christa Menke - Alt
Johannes Götz -  Klavier
Trio Mignon
          -   Susanne Petersdorff, Querflöte
          -   Ulrike Warnecke, Klarinette
          -   Monika Schumacher, Fagott
Frauenchor Bliesena
-

Gesamt-Leitung:

Barbara Bannasch

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Über die Werke

Jacques Ibert war Schüler von Vidal und gehörte der Komponistengruppe Groupe de Six an. Er verbindet die alten Traditionen, "derer man sich nicht entledigen kann", mit dem Faire plaisir der mediterranen Welt. Diese Stimmungen sind in seinem Trio quasi impressionistisch eingefangen. Geh aus, mein Herz ist eins der bekanntesten geistlichen Sommerlieder. Paul Gerhardt, der im Dreißigjährigen Krieg nahezu seine ganze Familie verlor, findet über die Naturbeschreibung zum Lob Gottes.

Die Sommerblüten sind eine lockere Folge von Sommerliedern, die teils aus alten Quellen stammen, teils aus dem 20. Jahrhundert auf ältere Vorbilder aufbauend. Sie sind liebevoll, behutsam kunstvoll gesetzt. Die Musiksplitter sind kleine Vorspiele, die den Charakter des jeweiligen Liedes vorstellen. Die Dias von Lennart Schmiedel wollen die kleinen Geschichten der Lieder ins Optische übertragen. Gordon Jacob war Schüler von Stanford und Vaughan Williams und war in England als Dirigent und Professor für Komposition und Instrumentation tätig. Seine Kompositionen weisen immer wieder "unmögliche" Besetzungen und witzige Titel auf, die eine gewisse Beziehung zu Filmmusik und Programmmusik erkennen lassen.

Quirin Rische hat sich im Chorwesen als Chorleiter und Chorkomponist einen Namen gemacht. Seine drei heiteren Chansons sprechen eine eigene, moderat moderne, von rasanten Wechseln geprägte Tonsprache. Der Tscheche Pavel Stanek hat sich als Komponist hauptsächlich mit Blasmusik beschäftigt und hat etliche Wettbewerbsstücke für Bläserkammermusik und Blasorchester geschrieben. Er setzt die von Smetana begründete "nationale" Schreibweise fort und bezieht Volksliedthemen und einen gewissen Volkston in seine Werke mit ein. 

Franz Schubert hat in seinem kurzen Leben eine große Fülle von Werken, insbesondere auch Vokalwerken geschrieben. Sie künden, wie es in Schuberts Zeit üblich war, von oft unerfüllter Liebe. Dabei wird die Stimmung des Liedes durch ein quasi rotierendes Motiv im Klavierpart dargestellt, worüber sich die hochromantischen Melodien entfalten. Die Lieder "Wohin" und "Ungeduld" entstammen dem Zyklus "Die schöne Müllerin", während "Gretchen am, Spinnrad" Schuberts zweites Lied ist, das er als 17jähriger komponiert hat.

Johannes Brahms leitete in seiner Hamburger Zeit einen großen Frauenchor, für den er etliche Werke ge-schrieben hat. Die drei Lieder sind ins Volksliedgut übergegangen, wozu Brahms feine Frauenchorsätze geschrieben hat. 

Die letzten beiden Lieder sind Instrumentaltänze gewesen: "An hellen Tagen" ein Balletto und "Sommerwind am Abend sacht" ein ungarischer Tanz. So kommt die Lebensfreude des Sommers besonders deutlich zum Ausdruck. 
Henri Tomasi war Schüler von d'Indy am Pariser Conservatoire und war später Leiter der Oper von Monte Carlo. Er schuf Kompositionen überwiegend für das Theater. Seine Einflüsse sind impressionistische Farben und exotische Thematik, religiöse Gesänge, alles Mediterrane, was sich in schönen instrumentalen Farben niederschlägt. Die kleine Kantate über "Abend wird es wieder" führt alle Mitwirkenden musikalisch zusammen. In impressionistischer Tonsprache entsteht die Atmosphäre eines schönen klingenden Sommerabends, und hier schließt sich der Kreis.

(Barbara Bannasch)

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Aufnahme:

Gudrun Kollerics, 
SacraMusica Musikverlag

Cover und Internet:

clemens-eric kollerics
www.ideeformundfarbe.de